Spektiv Test – Alles Wissenswerte und mehr

Spektiv TestNicht immer reicht die Leistung eines Fernglases aus, sodass man auf andere Mittel oder Wege zurĂŒckgreifen muss, um einen tieferen Einblick in die Beobachtung zu bekommen. Genau dann kommen die Spektive zum Einsatz. Alles was es ĂŒber Spektive zu wissen gibt, welche Modelle besonders empfehlenswert sind und vieles mehr erfahren Sie in den folgenden Zeilen des Textes.

Top Empfehlungen     
Vanguard Endeavor HD 65A SpektivBresser Spektiv Condor 24-72x100Spektiv von CelestronSpektiv von PrakticaSpektiv von Gosky
BezeichnungVanguard Endeavor HD 82ABresser CondorCelestron UltimaPraktica SpektivGosky Spektiv
VergrĂ¶ĂŸerung20- bis 60-fach24- bis 72-fach20- bis 60-fach20- bis 60-fach20- bis 60-fach
Objektivdurchmesser82 mm100 mm80 mm77 mm80 mm
Sehfeld auf 1000 m37 - 17 m33 m34,9 - 17,4529,3 - 14,8 m39 - 19 m
WasserdichtWasserdicht, beschlagfreiWasserdichtWasserdichtNeinWasserdicht
VergĂŒtungVolle MehrschichtvergĂŒtungVolle MehrschichtvergĂŒtungMehrschichtvergĂŒtungVollvergĂŒtungVolle MehrschichtvergĂŒtung
Gewicht1890 g2282 gca. 1600 g1070 g800 g
Preis bei Amazon.deEUR 396,51EUR 426,03EUR 228,76EUR 143,29EUR 135,90
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Was ist ein Spektiv?

Ein Spektiv ist grob gesagt das optimale Mittelmaß zwischen Fernglas und Teleskop. Der Begriff Spektiv leitet sich vom lateinischen perspevticus ab und bedeutet so viel wie hindurchblickend. Alternativ wird es auch Beobachtungsfernrohr genannt, da es anders als ein Fernglas ĂŒber nur ein monukulares Fernrohr verfĂŒgt. Im Gegensatz zum Teleskop ist es nicht nur fĂŒr die Astronomie bestimmt, sondern auch fĂŒr Erdbeobachtungen am Tag.

Spektiv von Praktica

DarĂŒber hinaus zeichnen sich Spektive im Vergleich zu FernglĂ€sern durch ihre hohen VergrĂ¶ĂŸerungswerte aus. Wohingegen ein Fernglas meistens nur mit bis zu 10-facher VergrĂ¶ĂŸerung verwendet wird (anders bei Astronomie FernglĂ€ser), verfĂŒgen Spektive ĂŒber deutlich höhere VergrĂ¶ĂŸerung, die durchschnittlich 20-60-fach betragen und sogar bis in die 100er Bereich gehen.

Bei den VergrĂ¶ĂŸerungen handelt es sich meistens um sogenannte „von bis Werte“, da am hĂ€ufigsten Zoomonokulare verwendet werden. Das bedeutet in einem Bereich von beispielsweise 20-60-facher VergrĂ¶ĂŸerung können wiederum verschiedene VergrĂ¶ĂŸerungsbereiche eingestellt werden. Ein Fernglas hingegen beschrĂ€nkt sich auf eine feste VergrĂ¶ĂŸerung, ausgenommen ein Zoom Fernglas.

WofĂŒr wird ein Spektiv benutzt?

Spektive eignen sich bestens fĂŒr intensive Beobachtungen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum. Da Spektive ĂŒber hohe VergrĂ¶ĂŸerungen verfĂŒgen lassen sich Beobachtungen vor allem aus sicherer Entfernung durchfĂŒhren, ohne dass dabei auf DetailschĂ€rfe verzichtet werden muss. Ebenso verfĂŒgen Spektive ĂŒber große Objektivdurchmesser, mithilfe dessen genug Licht eingefangen werden kann um selbst wĂ€hrend der DĂ€mmerung noch optimal beobachten zu können.

Aufgrund dessen werden Spektive gerne von Naturbeobachtern, insbesondere Ornithologen bzw. Vogelbeobachter verwendet. Auch der moderne JĂ€ger greift heutzutage gerne mal zum Spektiv, um aus sicherer Entfernung das Wild auch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen zu erkundschaften. Außerdem werden sie auch von Hobbyastronomen verwendet, da ein Spektiv schon relativ gut mit einem kleinen Teleskop mithalten kann.

Allem voran findet der beliebteste Einsatzbereich sich bei den SportschĂŒtzen wieder. SportschĂŒtzen können mithilfe eines Spektives ihr Ziel beim Schießen klar bestimmen und so die Ergebnisse auf dem Schießstand prĂŒfen. Andererseits werden sie auch in Bereichen wie der zivilen  oder militĂ€rischen Überwachung eingesetzt. 

  • Jagd
  • Vogel- und Naturbeobachtung
  • Schießsport
  • zivile/militĂ€rische Überwachung

Wie funktioniert ein Spektiv?

Die Funktionsweise der Spektive ist relativ simpel und unterscheidet sich nur wenig von der eines Fernglases. In den meisten FĂ€llen jedoch kommen bei dem Spektiv sogenannte Zoomokulare zum Einsazt, mit denen zwischen gewissen Stufen bei der VergrĂ¶ĂŸerung wechseln kann. Ist beispielsweise eine VergrĂ¶ĂŸerung von 20 bis 60-fach angegeben, so ist es möglich auch andere verschiedene Stufen in dieser Spanne zu benutzen.

Es gibt jedoch auch Okulare fĂŒr Spektive die ĂŒber eine feste VergrĂ¶ĂŸerung verfĂŒgen, wie ein Fernglas. Dort ist ein Zoomen dann nicht mehr möglich, allerdings werden mit der festen Brennweite etwas bessere Abbildungen erzielt. Zudem sind Okulare mit fester VergrĂ¶ĂŸerung meistens etwas lichtstĂ€rker. Zoomokulare werden hingegen am meisten benutzt, denn diese sind in den meisten Situationen einfach praktischer. So kann man beispielsweise bei der Naturbeobachtung in der niedrigen VergrĂ¶ĂŸerung die Landschaft absuchen und wenn man ein Objekt gefunden hat, nah heranzoomen.

In der Regel belĂ€uft es sich nur darauf, dass der Anwender wĂ€hrend der Funktion die VergrĂ¶ĂŸerung auswĂ€hlt und die BildschĂ€rfe einstellt.

Worauf sollte man bei einem Spektiv achten?

Ein gutes Spektiv bringt einige Punkte mit auf die man besonders achten sollte. Unter anderem wĂ€re das die passende VergrĂ¶ĂŸerung und der passende Objektivdurchmesser, sowie VergĂŒtung, Robustheit, ein gerader oder schrĂ€ger Einblick, Okulare und eine ganze Reihe anderer Faktoren.

Letztendlich spielt das passende Preis-Leistungs-VerhÀltnis aber die wesentliche Rolle. Nichtsdestotrotz können Sie in den folgenden Zeilen noch mal genauer nachlesen, was ein gutes Spektiv ausmacht.

VergrĂ¶ĂŸerung und Objektivdurchmesser

Die am meisten benutzte VergrĂ¶ĂŸerung bei Spektiven ist in etwa die 30 bis 40-fache VergrĂ¶ĂŸerung, da diese sich sehr universell einsetzen lassen. Die meisten Modelle verfĂŒgen wie schon erwĂ€hnt ĂŒber Zoomokulare, mit denen die VergrĂ¶ĂŸerung variabel verĂ€ndert werden kann in dem angegeben Bereich. GĂ€ngige Spektive verfĂŒgen daher ĂŒber VergrĂ¶ĂŸerungen von 20 bis 60-fach.

Der Objektivdurchmesser pendelt sich meistens bei 50 bis 60 mm ein, da mit diesen Werten eine relativ gute LichtstĂ€rke erreicht wird. Einige besonders lichtstarke Modelle verfĂŒgen auch ĂŒber 80 mm große Frontlisendurchmesser.

VergĂŒtung der Linsen

Wie auch bei FernglĂ€sern spielt eine gute VergĂŒtung bei Spektiven eine wichtige Rolle. VerfĂŒgt das Modell ĂŒber sehr starke VergrĂ¶ĂŸerung, so sollte auch eine gute VergĂŒtung der Linsen zum Einsatz kommen. Die VergĂŒtung sorgt dafĂŒr, dass die LichtdurchlĂ€ssigkeit verbessert wird und somit auch noch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen ein optimales Bild gebildet werden kann. Wenn ein Spektiv ĂŒber eine MehrschichtvergĂŒtung verfĂŒgt, ist das immer ein gutes Zeichen fĂŒr QualitĂ€t.

Ist das Spektiv auch fĂŒr BrillentrĂ€ger geeignet?

In vielen Spektiv Tests ist der Punkt, dass das Modell auch fĂŒr BrillentrĂ€ger optimal ist ein extrem wichtiger Faktor. FĂŒr Menschen die eine Brille tragen ist deshalb der richtige Abstand vom Auge zum Okular ausschlaggebend. Bei dem Abstand ist es dann wichtig, dass trotzdem noch ein klares und optimales Bild zu erkennen ist. In der Regel sagt man ein Augenabstand von mindestens 14 mm ist hierbei optimal.

BrillentrĂ€ger brauchen sich deshalb allerdings nicht beunruhigen, denn so gut wie alle Hersteller haben sich natĂŒrlich auch darauf angepasst. So verfĂŒgen alle gĂ€ngigen Spektive und FernglĂ€ser heutzutage ĂŒber Okulare, die auch Menschen mit Brille problemlos verwenden können.

Spektiv mit Geradeeinblick oder mit SchrÀgeinblick?

Spektive gibt es sowohl mit einem Geraden-Einblick und einem SchrĂ€gen-Einblick, beide Bauweisen zeigen jedoch auch ihre Vorteile auf. Entscheidet man sich fĂŒr ein Spektiv mit Geradeeinblick hat man es wĂ€hrend der Beobachtung ein wenig angenehmer, da der Kopf nicht nach vorne geneigt werden muss, wie beim SchrĂ€geinblick, und man gerade durch das Okular schauen kann.

Ein SchrĂ€geinblick ist jedoch ein kleines bisschen universeller im Einsatz, da er mehr Möglichkeiten bietet. Ein hĂ€ufiger Grund weshalb viele doch zum Spektiv mit SchrĂ€geinblick neigen, ist dass das Beobachten nach oben wesentlich angenehmer ist. Außerdem muss nicht gerade durch das Okular geschaut werden, sondern auch Beobachtungen von der Seite sind kein Problem. Das erlaubt, dass man das Spektiv bei der Beobachtung sogar verdrehen kann, was in manchen Situation hilfreich sein kann.

FĂŒr was von beidem man sich schließlich entscheidet hĂ€ngt ganz vom Anwender ab.

Das passende Okular

Zuerst sollte man prĂŒfen ob bei dem angebotenen Spektiv auch ein Okular enthalten ist, was aber meistens der Fall ist. Besonders hochwertige Modelle verfĂŒgen nĂ€mlich meistens ĂŒber abnehmbare Okulare, der Anwender kann so bestimmen ob er ein Zoomokular oder eins mit fester VergrĂ¶ĂŸerung verwendet, denn beide haben ihre Vorteile.

Bei Zoomokularen kann man die VergrĂ¶ĂŸerung in dem angegeben Bereichen verstellen. Mit der niedrigen VergrĂ¶ĂŸerung kundschaftet man beispielsweise ein Gebiet ab und mit der höheren VergrĂ¶ĂŸerung zoomt der Anwender dann nah an das Objekt heran.

Okulare mit fester VergrĂ¶ĂŸerung verfĂŒgen allerdings nicht ĂŒber die Zoom-Funktion, haben dafĂŒr aber ein etwas grĂ¶ĂŸeres Sehfeld und auch die QualitĂ€t der Abbildung kann minimal besser sein.

Robustheit des Spektives

Ebenso spielt in vielen Spektiv Tests die Robustheit des Modelles eine wichtige Rolle. Wer mit dem Spektiv viel in der rauen Natur unterwegs ist, braucht dementsprechend auch ein Modell mit robuster Bauweise. Idealerweise sollte das Modell dann auch wasserfest oder zumindest spritzwassergeschĂŒtzt sein, um der sich hĂ€ufig Ă€ndernden Witterung standhalten zu können.

Wichtig kann auch ein gummiertes GehĂ€use sein, dieses bietet dann einen verbesserten Griff, sogar bei NĂ€sse. Hochwertige Gummiearmierungen machen das Modell sogar kratz- und stoßfest, was vor allem fĂŒr die Langlebigkeit des Modelles eine wichtige Rolle spielt.

DarĂŒber hinaus sollte ein robustes Spektiv ĂŒber eine StickstofffĂŒllung verfĂŒgen, die die innere Optik bei Temperaturwechsel oder Nebel immer beschlagfrei hĂ€lt.

UnerlĂ€ssliches Zubehör – Das Stativ darf nicht fehlen

Wobei FernglĂ€ser nur selten in Kombination mit einem Stativ verwendet werden, ist ein Stativ fĂŒr das Spektiv unerlĂ€sslich. Ab einer ungefĂ€hr 15-fachen VergrĂ¶ĂŸerung schafft man es einfach nicht mehr das Modell mit bloßer Hand stillzuhalten und das Bild verwackelt stark. Alternativ könnte man das Spektiv auch auflegen, insofern es sich anbietet, in den meisten Situationen ist dies aber eher weniger empfehlenswert.

Das Stativ sollte in jedem Fall stabil sein und einen ruhigen Stand gewĂ€hren. Ein gutes Stativ mit Kugel-/Neigekopf ist bereits schon ab 20 bis 30 Euro zu haben. FĂŒr ungefĂ€hr 50 Euro bekommt man dann schon ein gutes Dreibein-Stativ aus Metall. 

Hier sind drei Stative von Amazon welche sehr empfehlenswert sind:

Wie viel kostet ein Spektiv?

Spektive gibt es in sehr unterschiedlichen Preisspannen die von 50 bis weit ĂŒber 2000 Euro reichen können. Hier gilt dann natĂŒrlich der Grundsatz: Wer SpitzenqualitĂ€t verlangt, sollte sich nicht scheuen etwas mehr Geld auszugeben. Ambitionierte Profis setzen auf Modelle von geschĂ€tzten Marken wie Swarovski oder Zeiss, bei solchen Modellen liegt die Preisspanne im oberen Bereich und man kann sicher gehen, dass das Spekiv vielleicht sogar ein Leben lang oder noch lĂ€nger hĂ€lt.

FĂŒr AnfĂ€nger und Hobbybeobachter reichen wiederum gute Modelle, die man bereits schon fĂŒr 200 Euro bekommen kann. Diese Modelle verfĂŒgen meistens schon ĂŒber eine komplett ausreichende BildqualitĂ€t und sind zum Teil sogar schon wasserdicht.

Entscheidend ist immer die Überlegung, wofĂŒr genau man das Spektiv benutzen möchte. Wer gelegentlich ein paar Naturbeobachtungen in der Freizeit durchfĂŒhrt, der muss nicht unbedingt tausende Euros ausgeben. Profis die das Spekiv intensiv benutzen wollen, haben von einem Spektiv von Zeiss, Swarovsi oder Leica bessere Ergebnisse, die sich bei intensiver Benutzung einfach bemerkbar machen.

Unterschied zwischen Spektiv und Fernglas

Der wesentliche Unterschied zwischen Spektiv und Fernglas liegt klar im Aufbau, wobei das Spektiv mehr an eine Mischung aus Monokular und Teleskop erinnert, die ebenfalls in die Kategorie der Beobachtungsfernrohre fallen. Ein Fernglas bzw. Binokular hingegen, verfĂŒgt ĂŒber zwei monokulare Fernrohre zum Durchsehen.

FernglĂ€ser sind gegenĂŒber Spektiven handlicher und lassen sich mit der freien Hand bestens benutzen. Spektive sind eher schwer und kommen gut und gerne mal auf ein Gewicht von 2 bis 3 kg. Das Gewicht und die Bauweise fĂŒhren dazu, dass Spektive in den meisten FĂ€llen nur mit einem Stativ verwendet werden. Die Benutzung des Statives fĂŒhrt aber wiederum dazu, dass sich die BildstabilitĂ€t extrem verbessert und somit auch bei einer langen Beobachtung kein Wackeln oder ErmĂŒden der Muskulatur auftritt wie bei einem Fernglas.

An dem Punkt an dem das Fernglas an seine Grenzen stoßt, fĂ€ngt das Spektiv erst an. FernglĂ€ser eignen sich bestens fĂŒr Wanderungen, fĂŒr Jagd oder Vogelbeobachtungen aber fĂŒr tiefere und intensivere Beobachtungen hat das Spektiv ganz klar die Nase vorn. Ein Spektiv verfĂŒgt ĂŒber stolze VergrĂ¶ĂŸerungen, die die eines Binokulares um LĂ€ngen schlagen.

Unterschied zwischen Spektiv und Teleskop

Vom optischen Aufbau unterscheiden sich Teleskop und Spektiv nur in geringer Weise, dennoch gibt es ausschlaggebende Unterschiede. Der grĂ¶ĂŸte Unterschied liegt wohl darin, dass Teleskope nur fĂŒr die Himmelsbeobachtung bestimmt sind und damit meistens stĂ€rkere VergrĂ¶ĂŸerungen und Objektivdurchmesser haben, somit sind Teleskope nicht nur schwerer und unhandlicher, sondern auch anstregender zu transportieren. 

Man könnte sagen das Spektiv wĂ€re so gesehen ein abgespeckte Form eines Teleskopes. Nur ist man nicht bloß auf die Astronomie bestimmt, sodass sich ein Spektiv beispielsweise ebenso super fĂŒr Jagd, Vogelbeobachtung oder allem voran fĂŒr SportschĂŒtzen eignet. 

DarĂŒber hinaus ist ein Spektiv wieder viel leichter und handlicher, sodass man es auch problemlos in den Rucksack packen oder auch mal lĂ€ngere Reisen unternehmen kann.