Nachtsichtgerät Test & Vergleich – Alles Wichtige im Überblick

Mit einem Nachtsichtgerät wird die visuelle Wahrnehmung bei Dunkelheit oder der Dämmerung verbessert, sodass das menschliche Auge mit dieser technischen Vorrichtung in der Lage ist, selbst bei den dunkelsten Verhältnissen Objekte oder Lebenwesen zu erkennen. Nachtsichtgeräte finden sich in vielerlei Anwendungsbereichen wieder und auch gibt es unterschiedliche Typen, Modelle und einige wichtige Informationen, die man vor dem Kauf beachten sollte. Hier finden Sie genau aus diesem Grund, alles was es zum Nachtsichtgerät zu wissen gibt, sowie einige der besten Empfehlungen.

Top Empfehlungen     
Yukon NachtsichtgerätLeshp NachtsichtgerätNorthpoint Vivid NachtsichtgerätZavarius DN-600 NachtsichtgerätSolomark Night Vision Nachtsichtgerät
BezeichnungYukon 1825025 (Headmount)Leshp NachtsichtgerätNorthpoint NV VividZavarius DN-600Solomark Night Vision
Werte1x246x504x504-fach, 2-fach Digitalzoom-
Sichtweiteca. 200 mbis 350 mca. 150 mbis 300 mbis zu 400 m
BesonderheitenPassende Kopfhalterung ermöglicht freihändiges Sehen, sehr hochwertig, gute QualitätPraktische Zoom-Funktion, wasserfest, Aufnahmefunktion, Restlichtverstärker mit IR Aufhellung, 500-fache RestlichtverstärkungGroßer LCD-Sucher, Infrarot Beleuchtung in 7 Stufen, viele praktische EinstellungenAufnahmefunktion, 850nm Infrarot-Illuminator, Vollmehrfach-Vergütung
Gewicht480 g600 gca. 600 g875 g-
Preis bei Amazon.deEUR 599,00EUR 189,99EUR 149,90EUR 131,62EUR 309,99
Zum AngebotBei Amazon*Bei Amazon*Bei Amazon*Bei Amazon*Bei Amazon*

Worauf sollte man bei einem Nachtsichtgerät achten?

Möchte man sich ein Nachtsichtgerät beschaffen, sollte vor dem Kauf einiges bedacht werden, um das optimal passende Modell zu finden. Eine überschaubare Übersicht von uns angefertigt, soll bei der Kaufentscheidung helfen.

Reichweite

Die Reichweite des Nachtsichtgerätes ist vor allem zu beachten, da die Preise schnell in die Höhe gehen, insofern eine hohe Reichweite zum Einsatz kommen soll. Übliche Nachtsichtgeräte für den privaten Gebrauch besitzen eine Reichweite von im Schnitt 50 bis 200 Metern. Besitzt das Nachtsichtgerät nur eine Restlichtvertärker-Funktion, so kommen diese Geräte meistens auf bis zu 50 Metern. Kommt hingegen Infrarot zum Einsatz, so kann eine Reichweite von guten 200 Metern erreicht werden. Beide Arten finden sich auch in der 1. Generation wieder.

Sehfeld

Nachtsichtgeräte verfügen üblicherweise über eine binokulare Bauweise, wie man sie von einem Fernglas kennt. Auch gibt es kleinere und handlichere Geräte mit monokulare Bauweise, die über ein Sehrohr verfügen und an ein Monokular erinnern. Wie man es von diesen beiden Bauweisen kennt, spielt das Sehfeld eine wichtige Rolle. 

Das Sehfeld wird normalerweise immer auf 1000 m angegeben. Beträgt das Sehfeld beispielsweise 90 Meter, so bietet sich auf 1000 Metern ein breites Sichtfeld von 90 Metern. Je nachdem wie groß der zu überwachende Radius sein sollte, ist auf diesen Angaben zu achten.

Vergrößerung und Objektivdurchmesser

Die Vergrößerung gibt an um ein wie viel faches das zu beobachtende Objekt vergrößert wird. Beträgt die Vergrößerung x6, so ist sie 6-fach vergrößert. Der Objektivdurchmesser hingegen ist der Durchmesser der vorderen Linse. Je größer dieser Durchmesser ist, desto mehr Licht kann eingefangen werden. Einige Modelle verfügen auch über eine praktisch Zoom-Funktion, mit der man nicht von einer festen Vergrößerung abhängig ist.

Besonders Nachtsichtgeräte mit Restlichtverstärker verfügen meist über einen größeren Objektivdurchmesser, als Modelle die nur mit Infrarot arbeiten, da der Lichtverstärker erstmal das Licht einfangen muss, bevor es verstärkt wiedergegeben wird. 

Bei Modellen mit Lichtverstärker ist oft ein Objektivdurchmesser von 50 mm üblich, was die Geräte etwas größer macht. 

Laufzeit und Lebensdauer

Die Lebensdauer der Röhren von Nachtsichtgeräten ist leider begrenzt, weshalb auch unbedingt hier auf die angegebenen Daten geachtet werden sollte. Nachtsichtgeräte der 1. Generation besitzen meist eine Lebensdauer von 1000 – 2000 Stunden, was so gesehen schon recht ordentlich klingt. Vor allem für den gelegentlichen Gebrauch des Gerätes, kann man sehr gut damit leben.

Sollte das Nachtsichtgerät für berufliche Zwecke oder professionell verwendet werden, so bieten Modelle aus der 2-3 Generation eine Lebensdauer von mindestens 10.000 Stunden in der 2. und mindestens 15.000 in der 3. Generation.

Größe, Gewicht und Handhabung

Wichtig zu beachten ist selbstverständlich auch die Größe, das Gewicht und der daraus resultierenden Handhabung des Gerätes. In der Regel sollte das Nachtsichtgerät natürlich eine passende Handhabung bieten, besonders unterstützen kann hier beispielsweise eine gummierte Grifffläche, die den Halt stabilisiert. 

Einige Modelle verfügen zudem über eine spezielle Vorrichtung, mit der das Gerät am Kopf befestigt wird, und direkt vor das menschliche Auge positioniert wird. 

Wie funktioniert ein Nachtsichtgerät?

Um das Sehen bei Dunkelheit zu ermöglichen, gibt es mehrere verschiedene Methoden. Unter anderem indem das vorhandene aber schwache Licht durch einen Bildverstärker verstärkt wird, oder aber durch unsichtbarer Infrarotstrahlung, die in sichtbares Licht umgewandelt wird. Typisch ist auch die Verwendung von Wärmebildkameras, die die Wärmestrahlung der Objekte selbst sichtbar macht, solange die Temperatur von der Umgebung abweicht, besonders gut eignet sich diese Methode daher für die Beobachtung von Lebewesen, die beispielsweise im Jagdwesen.

Bei einem Nachtsichtgerät aber, kommt üblicherweise eine Art Bildwandlerröhre zum Einsatz, die auch als Restlichtverstärker bekannt ist. Das vorhandene Licht wird von dem Gerät aufgenommen und löst Elektronen aus, die wiederum durch eine Hochspannung im Vakuum beschleunigt werden, auf einen Leuchtschirm auftreffen und dort ein meistens grünliches Bild erzeugen, wie wir es normalerweise von Nachtsichtgeräten kennen. Diese Art der Nachtsicht wird in engeren Kreisen auch das Bildwandlerprinzip genannt.

Wichtig!

Nachtsichtgeräte die nach dem Bildwandlerprinzip arbeiten, sind am Tag nicht einsetzbar, da die Mechanik durch eine direkte Einstrahlung von Sonne beschädigt werden kann.

Wozu werden Nachtsichtgeräte eingesetzt?

Nachtsichtgeräte sind sehr vielseitig einsetzbar und reichen vom privaten Gebrauch, über das Jagdwesen, bis hin zur Personensicherung, oder gar zum militärischen Einsatz. Bei uns auf dem zivilen Markt kommen jedoch nur Geräte aus der 1. bis 3. Generation zum Einsatz.

Die Nachtsichtgeräte, die mit einer Wärmebild-Funktion arbeiten, sind im privatem Gebrauch eher selten, da die Anschaffungskosten für ein Gerät dieser Art extrem hoch sind. Viel mehr werden sie von der Polizei zur Überwachung von Grenzen, zur Aufspürung von Personen oder Fahrzeugen, oder zur Überwachung von Stellungen eingesetzt. Oft findet man diese Geräte sogar an Board von Hubschraubern oder Flugzeugen. 

Wussten Sie schon?

Die Technik der Wärmebild-Nachtsichtgeräte ist so ausgreift, dass kürzliche benutzte Wege oder Fahrspuren im Dunkeln, aus der Luft heraus erkannt werden können.

Eine sehr neue Art von einem Nachtsichtgerät erlaubt sogar das Durchdringen von dünneren Wänden. Diese arbeitet allerdings nicht mit Infrarot, sondern mit einer Millimeterwellenstrahlung.

Nachtsichtgerät Generationen – Ein kleiner Überblick 

Nachtsichtgeräte gibt es in vielerlei verschiedenen Ausführungen und auch der Anwendungsbereich dieser Geräte ist breitgefächert, weshalb die Geräte in einer Art Generation eingeteilt werden. Die Generation reicht von der 1. bis hin zur 4. Nicht alle sind für den privaten Gebrauch gedacht. 

Nachtsichtgerät 1. Generation – Optimal für Privatgebrauch

Die Geräte aus dieser Funktion arbeiteten üblicherweise mit einem Restlichtverstärker, der bereits vorhandenes Licht einfängt und verstärkt wiedergibt. Nachtsichtgeräte mit Restlichtverstärker gibt es schon für einen günstigen Preis zu erwerben, weshalb sie besonders gut für Anfänger oder den gelegentlichen  privatem Gebrauch geeignet sind. Die maximale Sichtweite beträgt hierbei um die 50 Meter.

Zusätzlich zu dieser Generation gibt es auch Geräte die mit Infrarot arbeiten und daher besonders geeignet für völlige Dunkelheit sind. Durch die erweiterte Technik vergrößert sich allerdings auch das Gewicht, sowie der Stromverbrauch um ein wenig. Immerhin wird somit eine 1000 bis 8000 fache Lichtverstärkung erreicht.

Die Lebensdauer der Nachtsichtgeräte aus der 1. Generation beträgt im Schnitt 1000 bis 2000 Stunden. 

Nachtsichtgerät 2. Generation

Angekommen in der 2. Generation der Nachtsichtgeräte, erwaten einem hier hochwertige Modelle die im Schnitt eine Lebensdauer von 10.000 bis 15.000 Stunden im Schnitt besitzen. 

Zusätzlich arbeitet diese Modelle mit einer Mirkokanalplatte und ermöglichen dank dieser Technik eine bis zu 20.000-fache Restlichtverstärkung.

Aufgrund des hohen Preises, der sich oft gerne im vierstelligen Bereich befindet, werden Modelle dieser Art meist von der Polizei oder dem Militär benutzt.

Nachtsichtgerät 3. Generation

In dieser Generation kommt wieder eine weitere Verbesserung der Nachtsichtgeräte mit Mikrokanalplatten zum Nutze. Zusätzlich wird in der 3. Generation ein chemisches Mittel namens Galliumarsenid eingesetzt, mit dem eine bis zu 50.000-fache Lichtverstärkung erreicht wird. Die Lebensdauer dieser Modelle beträgt im Mindestfall 15.000 Stunden. 

Nachtsichtgerät 4. Generation

Die 4. Generation der Nachtsichtgerät besitzt hochentwickelte Technik und ist somit nur dem Militäreinsatz vorbehalten und nicht im Handel erhältlich. Unter anderem werden hier digitale Signalprozessoren für die Bildverarbeitung und -Optimierung eingesetzt. 

Wo kann man ein Nachtsichtgerät kaufen?

Nachtsichtgeräte gibt es sowohl im stationären Fachhandel, als auch im Online-Shop, beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Während man im stationären Handel das Gerät mit eigenen Augen sehen und gegebenenfalls auch testen kann, bekommt man zusätzlich die fachkundige Beratung eines Experten. Allerdings ist die Auswahl an Geräten im stationären Handel oft beschränkt, sodass einem eventuell aktuelle oder preiswerte Modelle vorbehalten bleiben.

Anders ist es im Online-Shop, wie zum Beispiel bei dem Online-Shopping-Riesen Amazon. Amazon bietet eine große Auswahl an passenden Modellen, optimal für private Zwecke oder für die Jagd. Auch bietet der Onlinehandel meistens sehr viel attraktivere Preise oder auch Bewertungen von Kunden. Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir unter anderem diesen Beitrag zum Thema Nachtsichtgerät Test angefertigt. 

Wie teuer sind Nachtsichtgeräte?

Wie auch bei einem Fernglas unterscheiden sich die Preise teilweise drastisch. Das liegt daran, dass es verschiedene Generationen der Nachtsichtgeräte gibt, einige sind für den privaten Zweck optimal, andere hingegen eher weniger, was sich auch deutlich im Preis wiederspiegelt. Zu empfehlen sind für den privaten Zweck ein Nachtsichtgerät aus der 1. Generation, wer sehr hohe Anforderung hat, kann sich natürlich auch in der zweiten Generation umsehen, dessen Modelle allerdings wiederum sehr viel teurer sind.

Als Anfänger bekommt man ein gutes Nachtsichtgerät schon für im Schnitt 150 €. Möchte man ein Modell für den beruflichen oder professionellen Gebrauch nutzen, so können die Preise schnell in den vierstelligen Bereich gehen.